Ja so könnte man bald die Aufschrift auf Autos in Eberswalde lesen: Hundefänger ! Oder wird es doch nicht so schlimm für unsere, eigentlich unschuldigen, Vierbeiner ? Die Stadt Eberswalde macht auf jeden Fall mobil gegen die Hundehalter. Denn im Stadtsäckel ist genauso Pleite wie im Staatssäckel und gar zu wenige Hundehalter zahlen Hundesteuer für ihren Liebling.
Und Hunde benutzen, verschleißen und verschmutzen nun einmal Resourcen, die der Mensch auch gerne nutzen würde. In der heute oft gelobten guten alten Zeit konnte man sich ungetrübt mit einer Decke bewaffnen und einen Platz auf der nächsten Wiese einnehmen.
Heute könnte das übelriechende Folgen haben. Das ist nicht schön, wirklich nicht. Eine kleine Mühe und der Haufen ist in einer Tüte und kommt später in den Müll. Und diese Verschmutzung der Wohnanlagen ist in den letzten Jahren zu einem echten Problem geworden. Die Behebung dieses Problems kostet Geld und das sollte dann doch auch der Hundehalter in Form der Hundesteuer bezahlen. Egal wie groß, pro Jahr kostet ein Hund 46,00 €. Gezahlt wird pro Quartal. Als gefährlich deklarierte Hunde sind allerdings teuerer, sie kosten ca. 300,00 € im Jahr.
Im kommenden Monat nun wird die Stadt Formulare zur Anmeldung von Hunden an alle Haushalte schicken und der Bürger hat die letzte Chance, seiner Steuerpflicht nachzukommen. Nach dieser Aktion wird es eine Bestandsaufnahme von Hunden im Stadtgebiet geben, so wie bei einer Volkszählung. Ist dann immer noch einer übrig, der noch nicht angemeldet und bezahlt hat, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor und es wird teuerer.
Übrigens: Wer ALG II oder andere Leistungen bekommt, die 200% des gültigen Regelsatzes nicht übersteigt, zahlt nur 50% der für ihn zutreffenden Steuern.
Und es ist doch wirklich ein schönes Gefühl, wenn ihr Liebling legal und unbelästigt auf die Straße kann und auf die Wiese, zum Spielen natürlich nur. Ohne Steuermarke dürfte er das nämlich nicht.