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(Auf Leserwunsch von Titelbeiträgen aus exprov7.de Autor:Chris/)Geld raus oder wir klagen |
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ie Diskussion um Hartz IV nimmt immer groteskere Formen an. Westerwelle wird zunehmend fuchtiger, im Bundestag schreit man sich gegenseitig an und bei Maischberger offenbaren sich 'kreischende' Unternehmer. Nerven blank oder inszeniertes Kaspertheater ? Wohl von jedem etwas und zusätzlich eine völlig introvertierte Unverfrorenheit. Niemand muss zwangsweise erwarten, dass diese Unverfrorenheit immer nur in die Schuhe der Einen geschoben werden kann, wärend die Anderen unversehrt bleiben.
Da hat doch am vergangenen Wochenende tatsächlich ein Vertreter des ewigen Sozialstaates und Verfechter sozialer Gleichheit und natürlich des Artenschutzprogrammes für Hartzies, eine These aufgestellt, über die es eine ebensogroße Diskussion geben sollte, wie über Hartz IV selbst.
Der Mensch hat allen Ernstes behauptet, dass unsere Demokratie und unser Verständnis von Freiheit auch die Freiheit einschliesst, sich zwanglos entscheiden zu dürfen, ob man arbeitet oder nicht !
Na gut ! Solche Leute gibt es ja schon genug. Das sind einmal die vielen Millionäre und ihre Erben und zum anderen sieben Millionen ALG II Empfänger. (gleich werden sie wieder wütend aufschreien: doch nicht alle über einen Kamm) Der Unterschied: Die einen können es sich leisten, die anderen auch, zumindest moralisch, indem sie freiheitlich demokratisch auf den Sozialstaat pochen und nach der Erfüllung des Sozialstaatsgebotes schreien. Und da sie die Freiheit leben, die ihnen der Staat zusichert, wähnen sie sich alleine dadurch schon an der Arbeitsfront, und diesen heldenhaften Einsatz muss ihnen der Staat selbstverständlich bezahlen - mit Hartz IV und - bitte nicht zu knapp.
Jeder Versuch des Staates hingegen, einen gewissen Zwang beim zuweisen von Arbeit auszuüben, wird quittiert mit Vorwürfen, die ihn in Zusammenhang mit faschistischen Arbeitslagern oder diktatorischen Unterdrückungsmechanismen bringen.
Arbeitspflicht und damit Arbeitszwang werden verteufelt und als Satanswerk abgewiesen. Gerade den ostdeutschen Langzeitarbeitslosen müsste bei diesem Thema der Magensaft hochkommen. Arbeitspflicht, die kennen sie und nichts anderes kannten sie da und deshalb war es ganz normal. Für die Einen ist es deshalb sehr erstaunlich, für die anderen ehern nicht, dass sich eine erdrückende Mehrheit Ostdeutscher in einer Stern-Umfrage für die Einführung einer Arbeitspflicht bei H4 Empfängern ausgesprochen hat. Und damit steht die Meinung, man könne Asozialität mit freiheitlich demokratischer Selbstbestimmung legitimieren, plötzlich ziemlich einsam im Raum. Arbeit und das Leben in der Gemeinschaft machen uns Menschen als solche erst aus. Hartz IV, dass sagen die Leistungsempfänger selbst, bedeutet Verarmung, Vereinsamung und Ausgrenzung. Wer diesen Weg freiwillig geht, nur um sein freiheitlich demokratisches Recht auf 'nichtarbeiten' zu verwirklichen, ist erstens ganz gaga im Kopf und zweitens fern des Rechts, sich das auch noch bezahlen zu lassen. Sie fordern alle Rechte ein, klagen sich durch alle Gerichte bis hin zum Verfassungsgericht. Doch wenn sie das Wort 'Pflicht' hören, graben sie sich in Erdlöcher ein. Bei allem Respekt für freiheitlich demokratische Grundsätze, die übrigens auch nur durch harte Arbeit und viele Opfer erkämpft wurden: So kann es nun auch nicht sein ! |
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